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Albert Herbig ist Bildender Künstler, Autor und Professor für Kommunikation und lebt und arbeitet als leidenschaftlicher ‚ARTgenosse‘ in Saarbrücken. Geboren in der kleinen Stadt Cham in Bayern versteht er sich als Saarländer mit bayerischem Migrationshintergrund. Albert Herbig ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) und Mitglied und Förderer zahlreicher weiterer Kunst- und Kultureinrichtungen. Sein künstlerischer Schwerpunkt liegt in der Malerei, gerne arbeitet er aber auch in und mit anderen Techniken. Seinem Atelier angeschlossen ist die Galerie [SALI E TABACCHI], deren künstlerisches Programm er seit vielen Jahren kuratiert. Seine Arbeiten waren schon in zahlreichen regionalen und überregionalen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen.

Albert Herbig hat an der Universität des Saarlandes mit den Schwerpunkten Sprache, Literatur, Rhetorik und Kommunikation studiert und promoviert und sich wissenschaftlich intensiv mit Theaterarbeit, Kunstkritik und Kommunikation beschäftigt. Er arbeitete mehrere Jahre als Dramaturg und Regieassistent am Saarländischen Landestheater. Danach war er Dozent und Lehrbeauftragter für Kommunikation und wurde Leiter des Instituts für Rhetorik und Mitglied der Geschäftsleitung der Europäischen Akademie Otzenhausen. 1996 folgte er einem Ruf als Professor für Kommunikation an die Hochschule Kaiserslautern, wo er sich theoretisch und praktisch mit Fragen interpersonaler und visueller Kommunikation sowie mit Medien-, Bild- und Kunstkommunikation beschäftigt. 

Künstlerisch tätig ist Albert Herbig Zeit seines Lebens in unterschiedlicher Intensität: frühe Zeichnungen und Arbeiten mit Pappe, fotografische Arbeiten seit den Studienjahren, der Schwerpunkt der Malerei in den späteren Jahren, Sammeln von Kunst über all die Zeit.

Die Arbeiten Albert Herbigs umfassen unterschiedliche Sujets und Techniken. Als Maler interessiert ihn v. a. der kreative Forschungsprozess, das schichtweise ‚Ent-wickeln‘ eines Themas - bevorzugt in Eitempera-Technik. Seine klein- und großformatigen Arbeiten überschreiten dabei die Malerei häufig in Richtung ‚Objekt‘. Dazu bringt er verschiedene Materialien zusammen und collagiert und kombiniert diese: Blei, Kartonagen, Fundstücke. So werden etwa alte Gobelins übermalt und malerisch kontrapunktiert oder aber kompakte Malgründe mit Spachtel und Pigmenten bearbeitet und mit zugeschnittenem Blei angereichert. Die Qualität der Malerei liegt für ihn nicht nur in der Fläche, sondern auch ganz stark im sinnlichen Erleben und in der Haptik der Objekte. Angestoßen durch sein Projekt FRONTPAGE 2016, bei dem er ein Jahr lang täglich eine künstlerische ad-hoc Produktion zur Titelseite der Süddeutschen Zeitung gestaltete, hat er sich in den letzten Jahren auch intensiv mit Mixed Media Techniken, insbesondere mit Collagen auseinandergesetzt.

Inhaltlich geht es ihm um Themen wie Verletzbarkeit, Herkunft und Heimat und Vergänglichkeit. Zunehmend finden sich in den letzten Jahren aber auch verstärkt politische Aspekte in seinen Arbeiten, etwa Macht, Flucht und die Zerstörung des menschlichen Lebensraums, ebenso Bezüge auf Literatur. Die Motive dazu findet er in den medialen Abbildern in Zeitungen, Filmen und dem Internet. Häufig bilden auch seine Fotografien den Ausgangspunkt für malerische Auseinandersetzungen.

Für Albert Herbig stellen die wissenschaftliche und die künstlerische Beschäftigung mit den ihm wichtigen Themen zwei komplementäre Seiten des Zugangs zur Welt dar: Beide führen im Tun zu neuen Einsichten und Erkenntnissen, beide gehen den Dingen auf den Grund, beide machen - wenn auch mit unterschiedlichen Methoden - Dinge „sichtbar“ (Paul Klee). Während der Wissenschaftler versucht, die Welt zu analysieren und zu erklären, versucht der Künstler sie sich anzueignen und sie in der Aneignung neu zu erfinden. Für Kunst und Wissenschaft gilt deshalb in gleicher Weise, dass diejenigen, die am meisten davon profitieren, die Menschen sind, die sie aktiv herstellen bzw. betreiben (Grayson Perry). 

Albert Herbig hat sich im Laufe der Jahre intensiv mit unterschiedlichen künstlerischen Techniken auf den Gebieten der Malerei, der Fotografie, des Zeichnens, der Bildhauerei, der Objektgestaltung und der Druckgrafik auseinandergesetzt, u. a. an der Akademie für zeitgenössische Kunst in Gaienhofen, an der Europäischen Kunstakademie Trier, an der Kunstakademie Allgäu und an der Sommerakademie Blieskastel. Besonders prägend für seine Malerei der letzten Jahre war die intensive Beschäftigung mit der Eitempera-Technik bei Veronika Olma, Kaiserslautern.

Albert Herbig ist Mitglied und Förderer zahlreicher Kunst- und Kultureinrichtungen, u. a. des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), des des Mainzer Kunstverein Walpodenstraße 21 e.V., der VG Bild-Kunst, der Gesellschaft zur Förderung des Saarländischen Kulturbesitzes, des Saarländischen Künstlerhauses und des Kulturbahnhofs (KUBA) Saarbrücken sowie Vorstandsmitglied des Förderkreises der Stadtgalerie Saarbrücken.

Der Künstler Albert Herbig - Atelierbesuch ...

HAUTNAH. Saarländische Künstler im Porträt