Albert Herbig (geb. 1960 in Cham/Bayern) ist Kunst- und Kulturschaffender, Kunstförderer und -sammler und lebt und arbeitet als leidenschaftlicher ‚ARTgenosse‘ in Saarbrücken. Seine künstlerischen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Malerei, Mixed Media und Fotografie. Seinem Atelier angeschlossen ist die Galerie [SALI E TABACCHI], deren Programm er auch kuratiert. Seine Arbeiten waren schon in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen.

Albert Herbig hat an der Universität des Saarlandes studiert (Schwerpunkte: Sprache, Literatur, Rhetorik und Kommunikation) und sich wissenschaftlich intensiv mit Theaterarbeit, Kunstkritik und Kommunikation beschäftigt. 1991 promovierte er zum Dr. phil. Er arbeitet mehrere Jahre in unterschiedlichen Funktionen am saarländischen Landestheater (SLT). Danach war er Dozent und Lehrbeauftragter für Kommunikation und wurde Leiter des Instituts für Rhetorik (IRM) und Mitglied der Geschäftsleitung der Europäischen Akademie (EAO). Seit 1996 ist er Professor für Kommunikation an der Hochschule Kaiserslautern und beschäftigt sich mit Fragen interpersonaler und visueller Kommunikation sowie mit Medien- und Kunstkommunikation.

Die Arbeiten Albert Herbigs umfassen unterschiedliche Sujets und Techniken. Als Maler und bildender Künstler interessiert ihn v.a. der kreative Forschungsprozess, das schichtweise ‚Ent-wickeln‘ eines Themas – bevorzugt in Temperatechnik. Seine klein- und großformatigen Arbeiten überschreiten dabei die Malerei häufig in Richtung ‚Objekt‘. Dazu bringt er verschiedene Materialien zusammen und collagiert und kombiniert diese: Blei, Kartonagen, Fundstücke…. So werden etwa alte Gobelins übermalt und malerisch kontrapunktiert oder aber kompakte Malgründe mit Spachtel und Pigmenten bearbeitet und mit zugeschnittenem Blei angereichert. Die Qualität der Malerei liegt für ihn nicht nur in der Fläche, sondern auch ganz stark im sinnlichen Erleben und in der Haptik der Objekte.

Inhaltlich geht es ihm um Themen wie Verletzbarkeit, Herkunft und Heimat, Vergänglichkeit. Zunehmend finden sich auch offenkundig politische Aspekte in seinen Arbeiten, etwa Macht, Flucht und die Zer-störung des menschlichen Lebensraums.

Als Fotograf interessiert ihn v. a. der Moment: die ‚Pausentaste‘ des Apparates hält für ihn eine Wahrnehmung fest, einen Ausschnitt aus dem Fluss an Formen und Farben, eine Entdeckung, einen Blick, eine Farbkomposition, ein Arrangement….. Häufig bilden seine Fotografien auch den Ausgangspunkt für malerische Auseinandersetzungen.

Albert Herbig hat sich im Laufe der Zeit mit unterschiedlichen künstlerischen Techniken auf den Gebieten der Malerei, der Fotografie, des Zeichnens, der Bildhauerei, der Objektgestaltung und der Druckgrafik beschäftigt u.a. bei Volker Schmidt/Saarbrücken, Ines Hildur/Leipzig, Klaus Maßem/Schilligen, Armin Rohr/Saarbrücken, Rudolf Söllner/Aschau, Barbara Baumann/Plein und Michael Hussmann/Eckfeld, Gabi Wagner/Saarbrücken-Marseille, Gabi Streile/Oberkirch-Berlin.  Besonders prägend für seine Malerei und die Mixed Media Arbeiten der letzten Jahre ist die intensive Beschäftigung mit der Ei-Tempera Technik bei Veronika Olma/Kaiserslautern.

Albert Herbig ist Mitglied und Förderer zahlreicher Kunst- und Kultureinrichtungen, u. a. der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, dem Kulturbahnhof Saarbrücken, dem Saarländischen Künstlerhaus.

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